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Exotische Maibeere von Simon Hinterplattner

01.06.2026

Mittendrin im Leben mit unserer Natur“: Für Simon und Theresa Hinterplattner vom Spitzlehner-Hof aus Mauthausen ist das der Grundgedanke, der ihre tägliche Arbeit trägt.

Auf ihrem Hof geht es darum, mit der Natur zu leben, ihre Möglichkeiten zu entdecken und dabei auch einmal mutig neue Wege zu gehen. So wollen sie die regionale Obstwelt ordentlich aufmischen und zeigen, dass Bio-Obst aus der Region alles andere als langweilig ist. Denn 0815-Früchte kommen der Familie nicht in die Tüte.

Die Entscheidung fiel bewusst auf Früchte und Nüsse, die in der Region einzigartig sind und gleichzeitig gut zum hochgelegenen Standort passen: Auf rund 5,5 ha kultivieren sie Exoten, wie Maibeeren, Felsenbirnen, Papaus und viele weitere Früchte und Nüsse


Ein wahrgewordener Traum

Schon lange träumte Simon von einem eigenen Hof. Da kam es ihm recht gelegen, dass ein Freund ihm von zwei Feldern eines Hofes erzählte, die niemand pachten wollte. Simon, der damals in Rumänien auf einem Ackerbaubetrieb Betriebsleiter war, zögerte nicht lange und fuhr zu besagtem Gut. Der Hof wurde damals von Familie V. bewirtschaftet. Nach kurzer Überlegung bekam Simon die beiden Felder zugesprochen und startete den ersten Versuch Marillen anzubauen. Was als kleines Experiment begann, wurde mit der Zeit viel größer. Simon brachte nicht nur fachliches Wissen und landwirtschaftliche Erfahrung mit, sondern auch den festen Wunsch, etwas Eigenes aufzubauen.
Mit der Zeit entstand eine enge Freundschaft zu Familie V. Man lernte einander kennen und schätzen. Da innerhalb der Familie niemand den Hof übernehmen wollte, wurde dieser schließlich an Simon und Theresa übergeben. Für beide damals ein großer Schritt, aber zugleich auch die Erfüllung eines lang gehegten Traums.

Heute steckt in vielen Bereichen des Hofes nicht nur viel Handarbeit, sondern auch eine ordentliche Portion Tüftlergeist. Simons Expertise im Maschinenbau kommt ihm nach wie vor zugute. So erleichtern ihm etwa ein Mandelernter und ein Krümel-Hackgerät Marke Eigenbau die tägliche Arbeit enorm. Was gebraucht wird und nicht einfach von der Stange verfügbar ist, wird eben selbst entwickelt, angepasst und gebaut. Auch das gehört für Simon zum Hofleben dazu.


Maibeeren, Felsenbirnen und Co.

Heute werden insgesamt 7 Obstarten angebaut. Auf der Anhöhe in Mauthausen wachsen heute Maibeeren, Felsenbirnen, Marillen, Feigen, Haselnüsse, Papau und Mandeln. Besonders die Maibeeren haben es Simon angetan: „Am liebsten esse ich sie roh als Snack, aber auch im Joghurt oder Kuchen sind sie einfach köstlich.“ Ursprünglich kommt die Maibeere aus Sibieren, weswegen sie Kälte kennt und mag. Sie zählt deshalb zu den ersten Beeren der Saison. Auch ihre inneren Werte können sich sehen lassen: Maibeeren enthalten viel Vitamin C und Antioxidantien. So kann man sie mit gutem Gewissen naschen. Mittlerweile bewirtschaftet Simon 0,4 ha mit Maibeeren-Sträuchern, das entspricht ca. einem halben Fußballfeld. „Das ist das größte Maibeerenfeld Österreichs“, erzählt Simon lachend.

Gerade zur Erntezeit, wenn viele Hände gefragt sind, ist neben zwei Vollzeit Saisonarbeiter die ganze Familie im Einsatz und hilft mit. Bei Bedarf unterstützen auch umliegende Höfe mit Erntepersonal aus, damit die Arbeitsspitzen gut bewältigt werden können. 


Vielfältiger Geschmack

Die Früchte werden nicht nur frisch angeboten, sondern auch zu herrlichen Produkten weiterverarbeitet. Aus ihnen entstehen unter anderem Marmelade, Schokolade, Frizzante oder Tee. Dabei arbeiten Simon und Theresa mit Partnern aus der Region zusammen. So bleibt die Wertschöpfung in der Nähe.

Im Mai kannst du die Maibeeren selbst probieren, denn für kurze Zeit gibt es diese im Online-Bioladen deiner Biokiste und in kleinen Mengen auch im Bio-Frischmarkt in Eferding. Schnell sein lohnt sich, denn die Saison ist nur kurz. … und wer einmal frische Maibeeren gekostet hat, versteht schnell, warum die Familie Hinterplattner so begeistert von ihnen ist.


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