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Küchenkräuter verwenden und richtig pflegen


Immer griffbereit im Topf am Balkon oder im Kräutergarten, das ist schon praktisch. Wir haben bei Kräuterbäuerin Marianne Brunnmeir nachgefragt, welche Tipps und Tricks zu beachten sind, um möglichst lange eine Freude mit den Kräuterköstlichkeiten zu haben.
 

Basilikum - empfindlicher Wärmeliebhaber

Das beliebteste Würzkraut im Sommer ist definitiv das Basilikum, das mittlerweile in zahlreichen Sorten, Farben und Aromen erhältlich ist. Besonders interessant sind das Thai- und Zitronen-Basilikum mit ganz besonderen Würznoten: leicht süß und nach Anis und Laktritze schmeckt das Thai-Basilikum und aromatisch-mild zitronig das Zitronenbasilikum - beide Arten sind v.a. in der Asia-Küche beliebt und werden immer erst am Ende der Garzeit zu den Gerichten zugefügt.

Wer sein Basilikum richtig erntet, hat länger etwas vom duftenden Grün. "Zu Beginn am besten nur die größten Blätter abzupfen und etwas später die obersten Triebe bis zu den nächsten Blattachseln schneiden" empfiehlt Marianne Brunnmeir. So können neue Triebe in den Blattachseln nachwachsen. Die Stängel werden am besten mit einem scharfen Messer abgetrennt.

Das Basilikum ist das wohl empfindlichste Küchengrün unter den Würzkräutern. Es ist ein Sonnen- aber kein Hitzeliebhaber. Am besten also einen sonnigen, halbschattigen Standort OHNE Zugluft wählen, der nicht den gesamten Tag der prallen Hitze ausgesetzt ist. 
Es sollte keinesfalls zu nass sein und bei Trockenheit werden die Blätter rasch welk (stehen jedoch nach dem Gießen wieder auf).  


Pimpinelle, Oswegokaut - schon davon gehört?

Neben Kräuterklassikern werden in Stroheim auch seltenere Kräuter kultiviert, z.B.

  • Pimpinelle
  • Ysop
  • Oswegokraut
  • Schnittknoblauch

Die Pimpinelle beispielsweise hat leicht bittere, aber auch würzige Komponenten und liefert wertvolles Vitamin C. Sie ist geschmacklich eher mild und gurkenähnlich - und im Sommer besonders erfrischend in Topfenaufstrichen, Sommerbowlen und ideal zum Ansetzen von Kräuteressig. 

Das Oswegokraut (oder Indianernessel) überrascht nicht nur mit dekorativen Blüten in kräftigen Farben, sondern ist geschmacklich eine Mischung aus Thymian und Oregano - also das Pizzakraut schlechthin.

Ähnlich wie Bärlauch kann auch der Schnittknoblauch ganz vielfältig für Suppen, Salate und Soßen verwendet werden. Am besten ganz frisch ernten und direkt verbrauchen. Bei der Ernte sollten immer einige Blätter stehen bleiben, so kommt die Zwiebelpflanze dann auch im nächsten Jahr wieder.

Die besonderen Kräfte des Ysop waren bereits Hildegrad von Bingen bekannt. Er ist ein ideales Gewürz für Fleisch und etwas deftigere Speisen und passt besonders gut zu Huhn. 

 

Ein- oder mehrjährig das ist die Frage

Marianne Brunmeir hat ein- und mehrjährige Kräuter in ihrem Sortiment. "Bei der Pflege der mehrjährigen Sorten empfehle ich generell im Frühling die Pflanzen etwas zurückzuschneiden und verholzte Teile zu entfernen", rät die Kräuterexpertin. Etwas Steinmehl als Dünger für Starkzehrer wie Petersilie, Schnittlauch und Schnittknoblauch ist immer ein guter Tipp. Die mediterranen Kräuter wie Rosmarin, Oregano, und Co hingegen sind generell sehr anspruchslos - wichtig ist für die "Südländer" ein eher durchlässiger, sandiger Boden. Im Normalfall lassen sich die mehrjährigen Kräuter auch gut überwintern, jedoch empfiehlt Marianne Brunmeir "bei Kräutern im Topf müssen diese unbedingt gut geschützt werden".


Essbare Blüten

Wieder neu entdeckt werden Blüten für die Küche - dabei war es früher ganz üblich, sich aus dem Kuchl- oder Bauerngarten auch der Blüten zu bedienen. Mit dem "Safran für arme Leute", den Ringelblumen wurden zum Beispiel Soßen, Suppen und Butter gelb gefärbt. 

Die Ringelblume, Gewürztagetes und die Kapuzinerkresse bringen eine leuchtend gelb-orange Farbe in die Küche und eignen sich hervorragend für das Beimischen zu Blattsalaten oder pikant-würzigen Gerichten, als Suppendekoration oder für Aufstriche.

Beim Borretsch ist der Name Programm - aufgrund seines gurkenähnlichen Geschmacks ist er auch landläufig als "Gurkenkraut" bekannt. Er passt vor allem zu herzhaften Gerichten, zum Abrunden von Soßen und seine sternförmigen Blüten eignen sich als wunderschöne Dekoration für Frischkäse, Kräuterbutter, Eis und Torten.

 

Dekotipp

Die Kapuzinerkresse ist besonderer Favorit von Birgit Achleitner. Sie passt wie bei den Gebackenen Süßkartoffeln ideal zur Dekoration sowie in den Kräuterdip und verleiht einfach einen optischen wie auch geschmacklichen Pep!

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